Informationen zum Sabbatical und Auszeitjahr | Weiterbildung.net

Sabbatical – sich eine Auszeit gönnen

Ob Kloster, Weltreise oder Route 66 – viele haben das Verlangen, sich aus dem Joballtag auszuklinken, um den Kopf für neue Ideen frei zu kriegen. Neue Arbeitszeitmodelle und ein anderes Bewusstsein bei Unternehmen machen es möglich - das Sabbatical.

Weiterbildung, Lernform, Sabbatical

Wer an Burn-Out leidet, generell viel arbeitet und sich wenig Ruhepausen gönnt, kann schnell depressiv werden. Das Verlangen nach einer Auszeit wächst, ja vielleicht sogar das Bedürfnis, sich selbst wieder finden zu wollen. Die Zeit einer solchen Auszeit, dem sogenannten Sabbatical, kann für Neuorientierungen, Weiterbildungen oder Reisen genutzt werden. Das entscheidet jeder am besten für sich selbst.

Sabbatical - diese neue und innovative Form der flexiblen Arbeitsgestaltung wird bei Berufstätigen immer beliebter. Die Arbeitnehmer steigen für eine gewisse Zeit aus dem Alltag aus. Das können nur wenige Monate sein, aber auch mehrere Jahre. Australier und Japaner nehmen sich diese Zeit des Sabbatical, um beispielsweise auf Reisen nach Europa zu gehen oder sich in den USA weiterzubilden. In Deutschland nutzen viele das Sabbatical als Chance für eine persönliche Neuorientierung.

Ob es darum geht, im Sabbattical ausgiebig Zeit für Partner und Kind aufzubringen oder darum, seine eigenen Projekte im Sabbatical zu verwirklichen, ist zweitrangig. Es geht um die Große Pause im Alltag. Laut Umfragen wünscht sich jeder zweite deutsche Bürger ein Sabbatical, doch nur wenige setzten diesen Wunsch nach einem Sabbatical in die Tat um.

„Eine Auszeit würde mir gut tun“ - ein Sabbatical

Wer den Wunsch nach einem Sabbatical hat, sollte ihn ernst nehmen und auch umsetzten. Sonst wird man immer wieder vom Verlangen nach einem Sabbatical verfolgt. Letztendlich würde es jeder bereuen, eine Neuorientierung nicht in Angriff zu nehmen. Gründe für ein Sabbatical sind unterschiedlich: Ausgleich von Auftragsschwankungen, Vermeidung von Kündigungen oder auch verstärkte Mitarbeiterbindung. Ob in Wissenschaft oder Wirtschaft, der Mitarbeiter kann durch Lohnverzicht und Überstunden einen solchen Freizeitanspruch für ein Sabbatical aufbauen.

Motivation und Kreativität soll dadurch gesteigert und dem Burn-Out-Syndrom vorgebeugt werden. Viele Chefs sehen eine Auszeit zunehmend positiv, da die Mitarbeiter ausgeruht und motiviert wiederkommen. Ob Unternehmensberater oder Beamter, es finden sich verstärkt Angebote für ein Sabbatical. Natürlich kann auch über das Sabbatical mit dem Vorgesetzten verhandelt werden. Als Arbeitnehmer sollte also vor einem Sabbatical immer der Chef mit eingeweiht werden, denn es besteht die Möglichkeit, wieder zu seinem Arbeitsplatz zurückzukehren.

Ursprung des Sabbatical

Das Wort Sabbatical kommt aus dem Hebräischen. Das Ursprungswort stammt höchstwahrscheinlich von Shabbat oder Sabbat ab, das so viel wie „loslassen, aufhören“ bedeutet. In den biblischen Zehn Geboten heißt es: „Du sollst den Sabbat heiligen“, an diesem Tag dürfen die Juden nicht arbeiten.

Das Sabbatical ist in der Tora ein Ruhejahr für die Bauern. Nach sieben Jahren wird das Land brach liegen gelassen – in Analogie zum Sabbat (siebenter Tag) als Ruhetag.

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